Nun, das erste Semester ist vorbei, die Unternehmerinnen-Prüfung abgehakt, und so kann ich es kurz Revue passieren lassen.

Es wurde viel Stoff hineingestopft in dieses Semester. vermutlich ist dies aber der Neustrukturierung des Lehrplans geschuldet, dem einige Vortragende terminplanmäßig nicht folgen konnten, wodurch wohl relativ viele Umschichtungen nötig waren. So hatten wir eben neben den Unternehmerinnenfächern auch die komplette Geschichte und Kunstgeschichte Tirols bereits im ersten Semester.

Jetzt, im zweiten, stehen dafür unheimlich viele Exkursionen auf dem Programm, bei denen wir ganz Tirol und Südtirol bereisen werden und nebenbei auch noch selbst Referate halten, anstatt uns bereiseln zu lassen. Gut, das ist ja auch bei Exkursionen an den Universitäten so üblich, schreckt mich also weniger.

Doch zurück zum ersten Semester. Was nicht so glücklich war, sind einige organistorische , aber auch mehrere didaktische Unstimmigkeiten.

Organisatorisch, damit meine ich vor allem manche Mini-Fächer, sprich Kurzpräsentationen, die weder besonders wichtig waren, noch inhaltlich besonders viel hergegeben hatten. Didaktisch ist mir vor allem aufgefallen, dass sich viel wiederholt hat, etwa Fakten sowohl in Geschichte als auch in Kunstgeschichte (von verschiedenen Vortragenden) präsentiert worden waren. Mit ein wenige mehr Absprache hätte dies parallel stattfinden können, sodass nicht wiederholt, sondern ergänzt worden wäre. Aber vielleicht ist das auch zuviel verlangt.

Was mir viel mehr unangenehm aufgefallen ist, ist der eklatante Mangel an Einsatz zeitgemäßer Medien. Notebook und Beamer sind zu wenig (die angebliche Notwendigkeit von Overhead und Diaprojektor diskutiere ich gar nicht mehr). Nach wie vor werden vom WIFI dicke Ordner mit Skripten verteilt. Von Geräten (Notebook, Tablet) für Teilnehmerinnen sind wir noch weit entfernt, selbst BYOD wäre akzeptabel, aber die fetten Ordner sind lächerlich. Es gäbe ja nicht mal Steckdosen für Notebooks.

Und die Lernplattform, die das WIFI eigentlich hat, wurde letztlich nur auf meine Anregung hin für den Kurs aktiviert, jedoch ausser einigen IT-affinen Vortragenden, die wenigstens PDFs für uns reinstellen, läuft hier nicht viel. Von echten interaktiven Lerninhalten ist hier weit und breit nichts zu sehen. Klar, die müsste ja auch mal jemand gestalten…

Nun, alles in allem lernen wir halt wie in dern 1980ern, Spaß haben wir trotzdem, und der Stoff ist ja auch wirklich interessant. Insofern bin ich eh der Einzige, dem die Wahl der Unterrichtsmaterialen nicht so ganz passt. Und die „alte Riege“ der Vortragenden (manche machen das schon seit 20 Jahren!) wird vermutlich bald teilweise abgelöst. Wer weiß, vielleicht kommen dann welche nach, die zeitgemäße Materialen wählen.

Menschlich und fachlich jedenfalls gibts nichts zu meckern, auch wenn alle ihre Macken haben… doch wer hat die nicht?

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