Der Impuls

 

In den letzten Tagen des Juli 2015 hatte ich ganz spontan beschlossen, Fremdenführer zu werden.

Warum Fremdenführer?

Meine weitaus bessere Hälfte hatte für die Universität Innsbruck eine „Junge Uni“-Veranstaltung durchgeführt, bei welcher vier Gruppen von Kindern wie Geheimagenten unter verschiedenen Kriterien (Adel und Kirche, Architektur, Malerei, Namen) diverse Aufgaben in der Innsbrucker Altstadt zu erledigen hatten.  Für die Vorbereitung zu dieser Veranstaltung, also das Suchen passender Aufgaben, die inhaltliche und ablauftechnische Planung, usw. hatte mich meine Gattin um Mithilfe ersucht. Wir hatten also im Schneckentempo die Altstadt erwandert, sie mit Notizblock, ich mit Kamera, um eine genügend große Menge an Sehenswertem zu sammeln, welches wir dann aufbereiten konnten.

Bei der eigentlichen Veranstaltung sollten sich die Kindergruppen dann im Haus Kiebachgasse 10 (sehenswerter Innenhof) zu einer Abschlussbesprechung treffen. Da anzunehmen war, dass nicht alle vier Gruppen gleichzeitig dort eintreffen würden, bot ich mich an, sie als eine Art Portier in Empfang zu nehmen. Spontan hatte ich die Idee, mich als Rokoko-Diener zu kleiden.

Irgendwann in diesen Tagen keimte also die Überlegung in mir auf, dass solche Veranstaltungen ja eigentlich großen Spaß machen und dass hier viel Potenzial ist, Kindern (oder auch Erwachsenen) die Geschichte ihrer Stadt einmal anders näher zu bringen. Weg vom oberlehrerhaften Bücherwissen, hin zu lebendiger Geschichte, die die Teilnehmerinnen selbst erarbeiten können.

So beschloss ich also, anstatt mir ein Masterstudium in Geschichte und/oder Kunstgeschichte anzutun, lieber in die Praxis zu gehen und Fremdenführer zu werden. Und wer möchte, darf mich mit diesem Blog dabei begleiten.

 

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